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Flip sichert sich 25 Millionen US-Dollar, um gekaufte Apps im Unternehmen überflüssig zu machen.

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5 Min. Lesezeit

Reisekostenabrechnung App: Dienstreisen und Belege digital verwalten

Veröffentlicht:

Wer schon einmal versucht hat, eine Excel-Reisekostenabrechnung auf dem Smartphone auszufüllen, weiß: Das war nicht für Menschen gebaut, die gerade aus dem Zug steigen.

Das ist kein Randproblem. Es ist der Alltag für Millionen Beschäftigte, die regelmäßig auf Geschäftsreisen sind und danach ihre Reisekosten abrechnen sollen — vom Servicetechniker im Außendienst bis zur Fachkraft in der Produktion, die zum Lieferanten fährt.

Eine Reisekostenabrechnung-App löst das Problem an der Wurzel. Sie führt Mitarbeitende durch den Prozess, validiert Eingaben, berechnet Pauschalen automatisch und gibt Führungskräften, HR und Buchhaltung einen sauberen Überblick.

Dieser Artikel zeigt, was eine solche App können sollte, wo der Markt heute steht, und warum operative Mitarbeitende ohne Firmen-E-Mail dabei besonderes Augenmerk verdienen.

Dr. Franzi Finkenstein
Dr. Nirmalarajah Asokan

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine Reisekostenabrechnung-App digitalisiert den gesamten Prozess: von Reiseantrag über digitale Genehmigung bis zur Erstattung.

  • Belege lässt du direkt per Kamera erfassen — die digitale Sicherung in der Cloud ersetzt den Schuhkarton voller Papierbelege.

  • Verpflegungspauschalen und Kilometerpauschalen berechnet die App automatisch auf Basis der gesetzlichen Vorgaben.

  • Die meisten Reisekostentools sind für Büroangestellte gebaut. Operative Mitarbeitende ohne PC oder Firmen-E-Mail fallen dabei regelmäßig durchs Raster.

  • Mit Flip Fusion kannst du eine maßgeschneiderte Reisekosten-App direkt in der bestehenden Mitarbeiter-App bauen.

Was ist eine Reisekostenabrechnung-App?

Eine Reisekostenabrechnung-App ist eine mobile Anwendung, die Unternehmen dabei unterstützt, Ausgaben aus Geschäftsreisen vollständig digital zu erfassen, zu genehmigen und abzurechnen. Die App übernimmt dabei alle Schritte, die sonst auf Papier, in Excel oder per E-Mail stattfinden: Reiseantrag, Belegerfassung via Kamera, automatische Berechnung von Verpflegungspauschalen und Kilometergeld, digitale Freigabe durch Führungskräfte sowie die Übergabe an HR und Buchhaltung.

Reisekosten-Apps ersetzen keine Buchhaltungssoftware. Sie sind das digitale Frontend für Mitarbeitende, das die Erfassung von Reisedaten so einfach macht, dass es tatsächlich genutzt wird.

Dabei gilt: Je einfacher die Erfassung, desto vollständiger die Daten, die am Ende bei Payroll oder Buchhaltung ankommen.

Reisekosten abrechnen: Warum Excel nicht mehr reicht

Excel-Formulare, die vor Jahren eingeführt wurden, haben sich durch immer neue Anforderungen aufgeschichtet. Was dabei entsteht, ist kein durchdachter Workflow, sondern ein Formular, das HR korrigiert und Mitarbeitende frustriert.

Konkret sieht der Bruch so aus: Das Ausfüllen dauert unverhältnismäßig lang. Felder sind nicht selbsterklärend. Deaktivierte Makros machen Teile des Formulars unbrauchbar. HR korrigiert fehlerhafte Angaben nachträglich, ohne dass Mitarbeitende erfahren, was falsch war. Dieselben Fehler wiederholen sich. Der Erstattungsstatus ist für niemanden transparent. Einen Audit-Trail gibt es nicht.

Excel digitalisiert den Reisekostenprozess nicht. Es verlagert ein Papierformular auf den Bildschirm. Eine Reisekostenabrechnung-App führt Mitarbeitende durch den Prozess, validiert Eingaben direkt und bindet Genehmigung und Buchhaltung in einen durchgängigen Workflow ein.

Reisekosten-Apps im Überblick: Was der Markt bietet

SAP Concur ist der Platzhirsch im Enterprise-Segment mit über 53.000 Kunden weltweit.

Yokoy wurde 2019 in der Schweiz gegründet und automatisiert Spesenabrechnungen mit KI-Technologie.

Circula unterstützt über 1.500 kleine und mittlere Unternehmen und arbeitet IDW PS 880-zertifiziert sowie GoBD-konform.

Declaree hat knapp 50.000 Nutzer in Europa und richtet sich vor allem an Startups und wachsende Unternehmen.

Mobilexpense zählt mehr als 1,2 Millionen Nutzer in 300 Unternehmen.

Finway bietet seit 2020 eine Ausgabenmanagement-Software an. Die Professional-Version beginnt bei 279 Euro monatlich.

Was alle diese Anbieter gemeinsam haben: Sie sind für Mitarbeitende gebaut, die einen Laptop und eine Firmen-E-Mail-Adresse haben. Operative Mitarbeitende ohne Büro-Infrastruktur fallen bei der Produktgestaltung regelmäßig hinten runter.

Diese Funktionen sollte eine Reisekosten-App bieten

Eine gute Reisekosten-App bildet den gesamten Prozess ab. Das sind die Kernfunktionen: Reiseantrag vor der Reise, digitale Genehmigung, mobile Belegerfassung via Kamera, automatische Berechnung von Pauschalen, Validierung vor dem Absenden, transparenter Bearbeitungsstatus und eine HR- und Buchhaltungsansicht mit Export.

Reiseantrag vor der Reise: Reisezweck, Zielort, Verkehrsmittel, geschätzte Kosten und Unterkunftsbedarf werden vor Reisebeginn erfasst. Name, Abteilung und Kostenstelle kommen aus dem Mitarbeiterprofil.

Digitale Genehmigung: Führungskräfte sehen den Antrag auf ihrem Smartphone und können ihn genehmigen oder mit Pflichtkommentar ablehnen. Jede Entscheidung wird mit Person und Zeitstempel gespeichert.

Validierung vor dem Absenden: Fehler werden sichtbar, bevor die Abrechnung eingereicht wird. Das ist der entscheidende Unterschied zu Excel: Fehler werden nicht still von HR korrigiert, sondern vorab erkannt.

HR- und Buchhaltungsansicht: Eine Admin-Ansicht zeigt alle eingereichten Abrechnungen. Spesenberichte lassen sich als PDF oder CSV exportieren. Ein vollständiger Audit-Trail ist vorhanden.

Vom Reiseantrag bis zur Erstattung: Ein Beispiel

Eine operative Fachkraft plant einen Kundenbesuch in Hamburg. Sie öffnet die Reisekosten-App direkt in Flip. Name, Abteilung und Unternehmen sind bereits ausgefüllt. Sie trägt Ziel, Zeitraum, Reisezweck, Verkehrsmittel und die geschätzten Kosten ein und sendet den Antrag ab.

Die Führungskraft erhält eine Benachrichtigung, sieht alle Reisedaten auf einen Blick und genehmigt mobil.

Nach der Reise fotografiert die Fachkraft Hotel-, Bahn- und Parkbeleg mit der Kamera. Die App berechnet die passende Verpflegungspauschale. Bevor sie die Abrechnung einreicht, meldet die App einen fehlenden Beleg. Sie ergänzt ihn, dann geht die Abrechnung an HR.

Die Fachkraft sieht ab diesem Moment jederzeit, in welchem Status ihre Abrechnung ist. Das ist der Unterschied zwischen einem digitalisierten Formular und einem geführten Prozess.

Reisekosten für Mitarbeitende ohne PC digital verwalten

Viele Reisekostentools setzen voraus, dass Mitarbeitende einen eigenen Laptop, eine Firmen-E-Mail-Adresse und einen stabilen Desktop-Zugang haben. Für operative Teams gilt das nicht.

Servicetechniker, Produktionsmitarbeitende, Außendienstmitarbeitende und Logistikteams arbeiten anders: mobil, häufig auf gemeinsam genutzten Geräten, teilweise ohne Firmen-E-Mail. Die meisten Spesenmanagement-Lösungen sind für diese Gruppe schlicht nicht gebaut.

KRONE Group, ein Unternehmen mit 6.000 Frontline-Mitarbeitenden aus Produktion, Service und Tochtergesellschaften, hat genau diese Erfahrung gemacht: Digitale Prozesse funktionieren für operative Teams nur dann zuverlässig, wenn sie dort verfügbar sind, wo die Menschen ohnehin arbeiten — auf dem Smartphone, ohne Firmen-E-Mail, ohne Zusatzanmeldung.

Identity Management für Mitarbeiter ohne PC ist dabei keine Randanforderung, sondern die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden digitalen Prozess.

So lässt sich eine Reisekosten-App mit Flip Fusion bauen

Flip Fusion ermöglicht es Unternehmen, maßgeschneiderte Apps direkt in der bestehenden Flip Mitarbeiter-App zu bauen. Für Reisekostenabrechnung liegen konkrete Discovery- und Pilot-Anforderungen von Kunden vor.

Szenario 1: Vollständiger Prozess. Von Reiseantrag über Genehmigung, Belegerfassung, Pauschalen, Validierung und HR-Prüfung bis zum Payroll-Export. Die Fusion-Datenbank speichert Reisen, Kostenpositionen und Statuswechsel.

Szenario 2: Auslagenerstattung mit gesellschaftsabhängigem Routing. Mitarbeitende wählen die Gesellschaft aus, der die Ausgabe zuzuordnen ist. Die App leitet den Antrag automatisch weiter. HR sortiert nicht mehr manuell.

Szenario 3: Reine Geschäftsreisegenehmigung mit mehrstufiger Freigabe, Pflichtkommentar, Vorgangsnummer, Zeitstempel, Audit-Trail und PDF-Archivierung.

Fusion-Apps laufen innerhalb von Flip. Mitarbeitende müssen keinen zusätzlichen Account anlegen. Die App funktioniert auf iOS, Android und im Browser, auf privaten Geräten und gemeinsam genutzten Shopfloor-Geräten.

Flip Fusion befindet sich im Early Access mit geführtem Onboarding. Kunden starten über einen Workshop.

Anbindung an HR, Payroll und Buchhaltung

Einfache Übergaben sind möglich: CSV-Export, strukturierter Export, E-Mail-Weiterleitung an ein Buchhaltungspostfach oder ein zeitgestempeltes PDF pro Vorgang.

Tiefe, mehrstufige Integrationen in SAP, DATEV, Workday oder andere ERP-Systeme müssen im Einzelfall geprüft werden. Wer eine automatische, bidirektionale Verbindung zur bestehenden Finanzsoftware erwartet, sollte das im Rahmen eines Workshops klären.

Für viele operative Anwendungsfälle reicht ein sauber strukturierter Export. Buchhaltung und Payroll erhalten die Daten in einem Format, das sie weiterverarbeiten können.

Datenschutz, Compliance und Betriebsrat

Datenschutz ist bei Reisekostenprozessen kein Randthema. Reisedaten, Belegfotos und Ausgaben sind personenbezogene Daten. Für Unternehmen in Deutschland und Europa gelten die Anforderungen der DSGVO sowie steuerliche Vorschriften wie GoBD.

Flip bietet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und verarbeitet Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland und Europa. Für eine konkrete Reisekosten-App auf Basis von Flip Fusion übernimmt die Fusion-App die Compliance- und Sicherheitsgrundlage der Flip-Plattform.

Abhängig von den verarbeiteten personenbezogenen Daten und der bestehenden Betriebsvereinbarung kann eine Abstimmung mit dem Betriebsrat erforderlich sein.

Reisekosten-App oder spezialisiertes Reisekostensystem?

Ein spezialisiertes Reisekostensystem wie SAP Concur oder Yokoy ist sinnvoll, wenn globale Steuerlogik, Kreditkartenmanagement und tiefe Finanzintegration im Mittelpunkt stehen.

Flip Fusion ist sinnvoll, wenn ein bestehender, unternehmensspezifischer Prozess innerhalb der Flip-App digitalisiert werden soll. Mitarbeitende ohne PC oder Firmen-E-Mail können erstmals vollständig am Prozess teilnehmen.

Ein hybrider Ansatz ist ebenfalls denkbar: Flip Fusion bildet das mobile Frontend für die Erfassung und Genehmigung. Ein bestehendes Finanzsystem übernimmt die finale Abrechnung.

Die ehrliche Einordnung: Fusion ersetzt kein vollwertiges Spesenmanagement-System mit komplexer Finanzlogik. Aber es schließt die Lücke, die fast alle Spezialsysteme offen lassen: den einfachen, geführten Zugang für operative Mitarbeitende.

FAQ: Reisekostenabrechnung App

Was ist eine Reisekostenabrechnung-App? +

Eine Reisekostenabrechnung-App ist eine mobile Anwendung, die Unternehmen dabei unterstützt, Ausgaben aus Geschäftsreisen digital zu erfassen, zu genehmigen und abzurechnen. Sie bildet den gesamten Prozess ab: von Reiseantrag über Belegerfassung bis zur Erstattung.

Kann man Reisekosten per Smartphone abrechnen? +

Ja. Moderne Reisekosten-Apps sind für iPhone und Android optimiert. Belege werden per Kamera erfasst, Pauschalen automatisch berechnet und Abrechnungen direkt aus der App eingereicht.

Lassen sich Belege mit der Kamera erfassen? +

Ja. Die Belege werden direkt mit der Kamera abfotografiert und digital in der Cloud gespeichert. Die Erfassung dauert wenige Sekunden. Papierbelege werden dadurch überflüssig.

Kann eine App Verpflegungs- und Kilometerpauschalen berechnen? +

Ja. Auf Basis der Reisedaten berechnet die App automatisch die geltenden Pauschalen. Die Sätze sind konfigurierbar.

Wie funktioniert die digitale Genehmigung einer Dienstreise? +

Mitarbeitende reichen den Reiseantrag in der App ein. Führungskräfte erhalten eine Benachrichtigung und können mobil genehmigen oder mit Pflichtkommentar ablehnen. Jede Entscheidung wird mit Person und Zeitstempel gespeichert.

Können Mitarbeitende den Bearbeitungsstatus sehen? +

Ja. Mitarbeitende sehen jederzeit, ob ihre Abrechnung bei der Führungskraft liegt, bei HR ist, zur Korrektur zurückgegeben wurde oder ausgezahlt wurde. Die Rückfrage per E-Mail entfällt.

Lässt sich eine Excel-Reisekostenabrechnung in eine App übertragen? +

Mit Flip Fusion ja. Bestehende Excel-Formulare können als Ausgangsmaterial für den App-Bau dienen. Daraus entsteht eine geführte, mobile App innerhalb von Flip.

Kann die App mit Payroll oder Buchhaltung verbunden werden? +

Einfache Übergaben über CSV-Export oder E-Mail-Routing sind möglich. Tiefe Integrationen in SAP, DATEV oder Workday müssen im Einzelfall geprüft werden.

Funktioniert die App auch für Mitarbeitende ohne Firmen-E-Mail? +

Ja. Flip Fusion-Apps laufen innerhalb der bestehenden Flip-App. Mitarbeitende brauchen keinen zusätzlichen Account und keine Firmen-E-Mail. Die App funktioniert auf privaten Geräten und gemeinsam genutzten Shopfloor-Geräten.

Ist eine Reisekostenabrechnung-App DSGVO-konform? +

Das hängt vom konkreten Anbieter ab. Daten werden verschlüsselt übertragen, täglich gesichert und auf ISO-zertifizierten Servern gespeichert. Flip verarbeitet Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland und Europa.

Braucht eine Reisekosten-App die Zustimmung des Betriebsrats? +

Abhängig von den verarbeiteten personenbezogenen Daten und der bestehenden Betriebsvereinbarung kann eine Abstimmung erforderlich sein. Das sollte im Vorfeld geprüft werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Reisekosten-App und einem Reisekostensystem? +

Reisekostensysteme wie SAP Concur oder Yokoy sind umfassende Plattformen mit globaler Steuerlogik und Buchungsintegration. Sie sind für Büroangestellte optimiert. Eine Reisekosten-App wie die, die sich mit Flip Fusion bauen lässt, ist ein schlankes, mobiles Frontend: geführter Prozess, Belegerfassung, Genehmigung und Export.

Flip Mitarbeiterplattform: Employee App mit HR-Portal, Intranet, Flip Flows, Flip Intelligence, Status.

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Bringen Sie Ihr bestehendes Reisekostenformular mit. Im Workshop zeigen wir, wie daraus eine mobile App für Ihr Team wird: mit Reiseantrag, Belegerfassung, Genehmigung und transparentem Status, direkt in Flip.

Dr. Franzi Finkenstein

Dr. Franzi Finkenstein ist Teil des Content & Search-Teams bei Flip und schreibt über digitale Kommunikation, Mitarbeiterengagement und die Verbindung zwischen KI und Mensch. Mit einem Doktortitel in Geisteswissenschaften und umfangreicher redaktioneller Erfahrung konzentriert sie sich darauf, wie digitale Technologien die Zukunft der Arbeit verändern, und untersucht, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern in modernen Arbeitsumgebungen verbessert werden können.

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Dr. Nirmalarajah Asokan

Dr. Nirmalarajah Asokan ist Senior Content Marketing Manager bei Flip und schreibt zu Themen wie HR-Digitalisierung, Mitarbeiter-Apps, interne Kommunikation und KI-Transformation. Mit akademischem Hintergrund und jahrelanger Erfahrung im Content Marketing sowie SEO spezialisiert er sich auf praxisnahe und datengetriebene Inhalte rund um Employee Experience, Change Management und digitale Kollaboration für moderne Unternehmen.​

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