Forward 2026: Was Flips Konferenz über die Zukunft der Frontline-Arbeit verrät
Am 17. Juni 2026 kamen mehr als 200 Führungskräfte aus frontline-orientierten Unternehmen bei Flip Forward im SPARK Europe in Frankfurt zusammen: ein Tag voller offener Debatten, Live-Produktankündigungen und ehrlicher Gespräche darüber, was die KI-Ära wirklich für die 2,7 Milliarden Frontline-Mitarbeitenden bedeutet, die nicht an einem Schreibtisch sitzen. Hier finden Sie heraus, welche neuen Produkte vorgestellt und welche hochaktuellen Fragen besprochen wurden.
Key Takeaways
Frontline Identity ist die erste native Identity-Schicht, die speziell für operative Angestellte ohne Firmen-E-Mail und ohne PC entwickelt wurde. Per QR-Code, Invite-Code oder Passkey aktivierbar, ersetzt sie geteilte Passwörter und gibt jedem Mitarbeitenden eine sichere, persönliche digitale Identität, die über alle verbundenen Unternehmenssysteme hinweg funktioniert — ohne externen Identity Provider.
Flip Fusion verwandelt eine Beschreibung in natürlicher Sprache in wenigen Minuten in eine vollständig deployte, unternehmenstaugliche Frontline-App. Weil Fusion nativ in Flip integriert ist, erbt jede erstellte App automatisch den Identity-Layer, die Rollen- und Berechtigungsstruktur, das Design-System und den DACH-Compliance-Rahmen von Flip. Build und Ship sind eine einzige Handlung — kein IT-Ticket, keine Wartezeit.
Das AI Agent Gateway entwickelt Ask AI vom Wissensassistenten zum operativen Agenten. Über MCP-Server-Verbindungen zu Systemen wie Workday, SAP, Salesforce und Jira können operative Angestellte Schichttausch, Abwesenheitsgenehmigungen oder Betriebsdaten direkt anfragen und erhalten abgeschlossene Aktionen zurück — ohne Flip zu verlassen.
95 Prozent der Unternehmen erzielen laut Marcus Berret von Roland Berger noch immer keine Rendite auf ihre KI-Investitionen, weil KI-Budgets weiterhin auf die 20 Prozent der Belegschaft abzielen, die bereits am Schreibtisch sitzen. Die Forward 2026 machte deutlich, wo der eigentliche Produktivitätshebel liegt: bei den anderen 80 Prozent, also bei der operativen Belegschaft, für die digitale Unternehmenstools nie gebaut wurden.
Der AI Flow Builder generiert aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache in unter einer Minute einen vollständigen, mehrstufigen operativen Workflow — inklusive Architektur, Nachrichten, Integrationen, Aufgabenzuweisungen und Berechtigungen. Eine Live-Demo auf der Forward 2026 produzierte ein vollständig konfiguriertes Mitarbeiter-Nominierungsprogramm in 40 Sekunden. Was bisher eine Fachkraft und mehrere Tage Konfiguration erforderte, kann jetzt jede Flip-Administratorin und jeder Flip-Administrator selbst umsetzen.
Die Flip Awards 2026 dokumentierten reale Ergebnisse im Enterprise-Maßstab. TEDi sparte Bezirksleiterinnen und -leitern 45 Minuten pro Woche und erreichte eine Prozessabschlussrate von 100 Prozent durch die Automatisierung globaler Operations-Kaskaden mit Flip Intelligence. Der KI-Assistent Suzi von TK Elevator spart operativen Mitarbeitenden bis zu 45 Minuten pro Woche. Das sind keine Pilotprojekte — das ist produktiver Betrieb im Unternehmensmaßstab.
Insights für bessere interne Kommunikation
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Forward 2026 Recap: Flips vier Produktneuheiten und was sie für die Frontline bedeuten
Forward 2026 war keine Konferenz über KI im theoretischen Sinne. Es gab weder Folien über Large-Language-Model-Architekturen noch über spekulative Zukünfte. Was den Raum füllte, waren konkrete Fragen, unbequeme Wahrheiten, und bis zum Nachmittag einige Antworten, die sich schwerer ignorieren ließen als das übliche Konferenzprogramm. Wer dabei war, verließ die Veranstaltung mit einem klareren Bild davon, wohin sich die Employee Experience für die Frontline entwickelt und welche Rolle Flip dabei spielen wird, damit KI die Frontline nicht im Stich lässt. Wer nicht dabei war, findet hier einen guten Einstieg.
Frankfurt, 17. Juni. Ein heißer Sommertag. Draußen sind es über 30 Grad, drinnen eine Energie, die das Thermometer nicht abbilden konnte. Der riesige Screen, der sich über fast die halbe Saallänge erstreckte, war schon vor Beginn Gesprächsthema. Zur Eröffnung, mit den ersten Akkorden von „The Final Countdown" und Visuals, die wie Feuerwerk in Zeitlupe durch den Raum brachen, passierte das, was keine Produktion herstellen kann: Die Anwesenden sahen sich an, nickten einander zu, stellten Fragen. Es lag eine elektrische Neugier von Menschen in der Luft, die nicht nur zuhören, sondern auch handeln wollen.
Was folgte, war kein reines Produktevent. Forward 2026 wechselte nahtlos zwischen inspirierenden Keynotes auf hohem Niveau und hochpraktischen Sessions, geleitet von Branchenpraktiker:innen, Flip-Produktexpert:innen und renommierten Clients. Am Nachmittag verlagerten sich die Gespräche auf die Terrasse mit Blick über Frankfurt. Bei Eis kühlten die Körper ab, die Energie blieb ungebrochen.
Flip nutzte den Anlass, um das nächste Kapitel seiner Plattform vorzustellen: vier Produktankündigungen, die gemeinsam etwas Gewichtigeres signalisieren als ein Feature-Update. Sie beschreiben eine Verschiebung: von einem Kommunikationswerkzeug zu einem System für Handlungen. Hier ist, was gezeigt wurde, und warum es wichtig ist.
Benedikt Brand, CEO, Flip
Eine Keynote, die den Ton setzte: Begriff, Berufsfeld und Grundlagen
Marcus Berret von Roland Berger gab mit seiner Keynote „Reimagining Work and the Workforce in the Age of AI" den Takt vor. Sein Argument war bestechend klar: Da die Geburtenraten sinken und Europas Erwerbsbevölkerung bis 2050 auf einen Verlust von 51 Millionen Menschen zusteuert, kann der Kontinent nicht mehr auf dem alten Weg wachsen. Diese Realität sei „fundamental für das operative Leben von Unternehmen", betonte Berret. Der einzige Weg zurück zum Wachstum führt über echte Produktivitätsgewinne, und KI birgt genau dieses Potenzial. Doch Berret dämpfte den Optimismus schnell: Mehr als 95 % der Unternehmen sehen noch keinen Return on Investment auf ihre KI-Ausgaben, weil echter Wert erst dann entsteht, wenn Unternehmen grundlegend überdenken, wie Arbeit selbst funktioniert.
Das war ein passender Rahmen für alles, was folgte. Die ehrliche Antwort lautet nämlich: Der Großteil der KI-Investitionen im Unternehmen fließt noch immer in die 20 % der Belegschaft, die bereits einen Computer auf dem Schreibtisch haben. Die anderen 80 %, also Lagermitarbeitende, Beschäftigte im Einzelhandel, Produktionsmitarbeitende und viele mehr, bleiben weitgehend unberücksichtigt.
Das ist genau das Problem, das Flip seit seiner Gründung lösen will. Bei Forward 2026 wurden diese Ambitionen noch konkreter.
Marcus Berret, Global Managing Director, Roland Berger
Frontline Identity von Flip: Der erste Moment der Arbeit, neu gedacht
Die erste und strategisch bedeutsamste Ankündigung des Tages war Frontline Identity. Sie ist Flips nativer Identitäts- und Authentifizierungsansatz für Frontline-Teams.
Klingt nach einer IT-Infrastruktur-Geschichte. Es ist tatsächlich eine Geschichte über Employee Experience.
Stellen Sie sich vor, wie der erste Arbeitsmoment für eine typische Frontline-Mitarbeiterin aussieht. Sie kommt zur Schicht, greift zu einem gemeinsam genutzten Gerät und steht vor einem Log-in-Bildschirm, manchmal mehreren, über verschiedene Systeme hinweg. Für viele bedeutet das: ein gemeinsames Passwort, das irgendwo an einer Pinnwand hängt, ein temporärer Code, der an das Telefon der Vorgesetzten geschickt wird, oder ein Prozess, der so reibungsintensiv ist, dass manche Mitarbeitenden es einfach aufgeben und eine Kollegin fragen. Die digitale Identität operativer Mitarbeitender war jahrelang ein Nachgedanke.
Frontline Identity ändert das. Es gibt jeder Frontline-Mitarbeiterin, jedem Frontline-Mitarbeiter eine sichere, persönliche digitale Identität. Eine Identität, die in Flip lebt, über jedes verbundene System hinweg funktioniert und per QR-Code, Einladungscode oder Passkey aktiviert werden kann, ganz ohne E-Mail-Adresse. Für Organisationen, die Tausende von Mitarbeitenden über mehrere Standorte hinweg verwalten, entfällt damit eine ganze Kategorie operativer und sicherheitsbezogener Risiken, die bislang als selbstverständliche Kosten einer Frontline-Belegschaft akzeptiert wurden.
Jakob Tippelt
Produktmanager, Flip
Die Reaktion des Publikums war bezeichnend. Wenn eine Produktankündigung nicht als Pitch, sondern als Erleichterung ankommt, weiß man: Das Problem hat sich schon lange aufgestaut.
Kira Kebekus
Head of Corporate Communication & Innovation, Europart
Für HR- und IT-Führungskräfte im Raum adressiert Frontline Identity by Flip eine Herausforderung, die parallel zur digitalen Transformation leise gewachsen ist: Je mehr Enterprise-Systeme in die Cloud migrieren und authentifizierten Zugang erfordern, desto teurer wird es, die Identitätslücke bei Frontline-Mitarbeitenden zu ignorieren. Unser neues IAM-Produkt gibt eine konkrete Antwort darauf.
AI Agent Gateway: Frontline-Mitarbeitende mit Enterprise Intelligence verbinden
Die vierte Ankündigung war vielleicht die zukunftsweisendste: das AI Agent Gateway, Flips Verbindungsstück zwischen dem Ask-AI-Assistenten und den Enterprise-Systemen, in denen die Daten liegen, auf die Frontline-Mitarbeitende tatsächlich angewiesen sind.
Die praktische Tragweite ist erheblich. Stellen wir uns eine Mitarbeiterin an der Produktionslinie vor, die kurzfristig ihre Schicht tauschen muss. Statt ein separates HR-System zu öffnen, sich anzumelden und eine Führungskraft zu suchen, stellt sie die Anfrage einfach direkt in Flip.
Über das AI Agent Gateway informiert der Ask-AI-Assistent die zuständige Führungskraft, schlägt eine passende Vertretung aus dem Team vor und benachrichtigt anschließend alle Beteiligten, um den Schichttausch abzuschließen, ganz ohne die App zu verlassen. Dabei greift er direkt auf Daten aus Systemen wie Workday, SAP, Salesforce oder Jira zu und handelt auf dieser Basis, über MCP-Server-Verbindungen, die die IT-Administratoren konfigurieren und kontrollieren. Die Mitarbeiterin erhält eine Lösung, nicht nur eine Antwort. Das System bleibt sicher. Die Interaktion bleibt in Flip.
Das ist KI, die sich von der Beantwortung von Fragen zur Ausführung von Aufgaben bewegt, die Verschiebung von einem Wissensassistenten zu einem operativen Agenten. Die ersten Agenten nehmen bereits Gestalt an: ein Abwesenheitsagent, der direkt in Ask AI integriert ist, und ein maßgeschneiderter Schichtabdeckungsagent, der eine der zeitintensivsten Realitäten der Frontline-Arbeit übernimmt.
AI Agent Gateway verwandelt Ask AI von einem einfachen Tool, das Wissen abruft, in einen zentralen Zugangspunkt für Automatisierungen, Handlungen und Integrationen. Die Möglichkeiten sind, ehrlich gesagt, erst am Entstehen. Die Veröffentlichung des Produkts ist für Juni 2026 geplant.
AI Flow Builder: Workflows, die sich selbst aufbauen
Die dritte Ankündigung widmete sich etwas täuschend Einfachem: Wie baut man einen Workflow, wenn man kein Workflow-Designer ist?
Der AI Flow Builder beantwortet diese Frage mit einem Prompt. Beschreiben Sie den benötigten Prozess in einfacher Sprache und Flips KI generiert die vollständige Workflow-Architektur: die Schritte, Nachrichten, Integrationen, Aufgaben und erforderlichen Berechtigungen. Was bisher eine Fachkraft und mehrere Tage oder Wochen Konfiguration erforderte, kann nun jede Person erledigen, die artikulieren kann, was sie braucht.
Planen. Bauen. Verbinden.
Die Demo auf der Bühne begann mit etwas entwaffnend Einfachem: einem Bildschirm mit der Frage: „Hey Tom, was möchtest du heute bauen?"
Tom Gibby, Head of Product Marketing bei Flip, tippte einen Prompt. Keine technische Spezifikation. Kein Konfigurationsdokument. Einen Prompt, so, wie man den Kolleg:innen bei einem Kaffee eine Idee beschreiben würde:
Ich möchte ein quartalsweises Auszeichnungsprogramm aufbauen, bei dem Mitarbeitende ihre Kolleginnen und Kollegen für Awards nominieren können, basierend auf unseren bestehenden Unternehmenswerten. Alle Nominierungen sollen in einem Kanal namens ‚Staff SuperStars' gepostet werden. Die Nutzenden sollen die Kolleg:innen auswählen, die sie nominieren möchten …
Innerhalb von Sekunden, nicht Minuten, nicht einem Entwicklungs-Sprint, nicht einer Change-Request-Anfrage an die IT, hatte der Flow Builder die gesamte App zusammengestellt, inklusive des Nominierungsflows, der wertebasierten Auswahllogik, der Kanalintegration sowie der Kolleg:innen-Auswahl. Alles da! Das Demo-Video versprach es: Planen. Bauen. Verbinden. Ausrollen. Am Ende dauerte es nur vierzig Sekunden, von Anfang bis Ende, für einen Flow-Erstellungsprozess, der normalerweise Tage oder Wochen dauern würde, um ihn zu konzipieren, zu bauen, durch Freigaben zu bringen und auszurollen.
Als die fertige App auf dem riesigen Screen erschien, bereit für den Rollout an alle Mitarbeitenden der Organisation, war die Reaktion kein höflicher Konferenzapplaus. Es war der Moment, in dem die Anwesenden spürten, dass sich etwas wirklich verschoben hatte, dass die Lücke zwischen „wir hatten diese Idee" und „unsere Mitarbeitenden nutzen sie bereits" gerade vor ihren Augen verschwunden war.
Für Frontline-Organisationen ist das bedeutsam, weil Prozessgestaltung immer eine Engstelle war. Die Abläufe, die den Alltag steuern, wie Abwesenheitsanfragen, Schichtbestätigungen, Störungsmeldungen oder Gerätechecks, werden von den Menschen, die sie täglich leben, bestens verstanden. Die Lücke bestand immer zwischen diesem gelebten Wissen und der technischen Kapazität, es in einen funktionierenden digitalen Workflow zu übersetzen. Der AI Flow Builder schließt genau diese Lücke.
Erreichen Sie Ihre operativen Teams 80 % schneller und zuverlässiger.
Die mobile App von Flip vereint Messaging, Chat, HR-Tools und Ihre Wissensdatenbank in einer einzigen sicheren Anwendung. Es sind keine zusätzlichen Tools oder Lizenzen erforderlich.
Fusion: Von der Idee zur Live-Frontline-App, in Minuten
Die vierte große Ankündigung des Nachmittags war das Produkt, auf das die meisten Anwesenden am gespanntesten gewartet hatten: Fusion, Flips KI-nativer App-Builder für Frontline-Belegschaften.
Die Kernaussage verdient es, klar ausgesprochen zu werden: Fusion ermöglicht es, die gewünschte App in natürlicher Sprache zu beschreiben, und sie nimmt unmittelbar Gestalt an: vollständig in Flip integriert, für jede:n Mitarbeitende:n authentifiziert, rollenbewusst, mit dem HR-System verbunden und bereit, in der gesamten Belegschaft ausgerollt zu werden. Von der Idee zur Live-Frontline-App: in Minuten, nicht in Monaten.
Describe. Build. Publish. In one touch.
Die Live-Demo auf der Bühne machte das greifbar. Luke Talbot, Senior-Vice-Präsident für Forschung und Entwicklung, zeigte ein konkretes Beispiel: die Schichtübergabe-App (Handover Shift App), eine „simple To-do-App", die innerhalb von Flip gebaut wurde. Der Prompt begann mit: „Ich möchte ein Formular in Flip Mitarbeitenden zur Verfügung stellen, das diese Nutzenden ausfüllen können. Mitarbeitende müssen in der Lage sein, auszuwählen, an wen sie die Schicht übergeben, es muss diese Information über Flips API abrufen, und es muss die Nutzenden kennen, die das Formular ausfüllen, damit das Formular automatisch ausgefüllt wird. Ach, und ich könnte die ganze Sache beschreiben, aber lass uns einfach dieses Foto nehmen und es anhängen, um Zeit zu sparen. Repliziere einfach all diese Dinge im Formular, und lass es cool aussehen. Fertig." Außerdem soll der erstelle Übergabeprozess als wiederkehrende Aufgabe erstellt werden.
Luke Talbot
Senior-Vice-Präsident Forschung & Entwicklung
Das Publikum sah dann, wie ein „Schichtübergabebericht" an den Prompt angehängt wird. Ein neuer Bildschirm erscheint mit der Frage „Wer übernimmt die Schicht?". Kolleginnen und Kollegen können ausgewählt werden. Somit ist die Übergabe ist in wenigen Schritten abgeschlossen. Ein einziger Veröffentlichungsbutton baut diese App in Sekunden. So knacking formulierte es auch die Demo:
Mit einem einzigen Schritt haben Tausende von Frontline-Mitarbeitenden neue Tools zur Verfügung. Kein Code. Kein Warten. Keine Barrieren.
Was als Nächstes auf der Bühne passierte, löste eine echte Reaktion aus. Als der Veröffentlichungsbutton gedrückt wurde und die fertige App fast sofort erschien, ging ein hörbares, spontanes „Oh" durch den Raum. Das Publikum zeigte ein Art von Überraschung, die entsteht, wenn etwas, von dem man annahm, es würde ein Entwicklungsteam Wochen kosten, sich in Sekunden vor einem vollzieht. Dann Applaus. Ein paar Lacher brachen aus angesichts des beiläufigen und saloppen „lass es cool aussehen"-Endung, mit der der Prompt formuliert worden war. Die Unverwechselbarkeit des Moments war nicht zu übersehen: Hier wurde das abstrakte Versprechen von agentischer KI für die Frontline zu etwas, das die Anwesenden tatsächlich sahen und miterleben konnten. Und das funktionierte.
Ralf Ludwigs
Lead HR-IT, Prozessmanagement & Analytics, Toom
Was Fusion kategorisch von jedem anderen KI-Builder auf dem Markt unterscheidet, ist nicht die Generierungsfähigkeit. Es ist das, was unmittelbar danach passiert. Eine mit Lovable oder PowerApps gebaute App muss noch ihren Weg zu 50.000 Frontline-Mitarbeitenden finden – durch Schichten von Identitätsmanagement, Gerätebereitstellung, Berechtigungskonfiguration und IT-Freigabe. In den meisten Organisationen dauert dieser Prozess Wochen. Oft Monate.
Fusion macht das obsolet. Weil es nativ in Flip ist, erbt jede gebaute App Flips Identitätslayer, Flips Rollen- und Berechtigungsstruktur, Flips Design-System und Flips Compliance-Framework, einschließlich der DACH-spezifischen Anforderungen, die Unternehmens-IT und Betriebsrat verlangen, bevor irgendetwas das Gerät einer Frontline-Mitarbeiterin oder eines Frontline-Mitarbeiters berührt. Bauen und Ausrollen sind ein und dieselbe Handlung.
Benedikt Brand
CEO, Flip
Das Produkt ist weniger gedacht für Entwickelnde und vielmehr an HR-Direktion gerichtet, die seit zwei Jahren darauf wartet, dass die IT eine Fehlzeitenerfassungs-App baut, für die Operations-Managerin, die genau weiß, was ihr Team braucht, aber keinen Weg hat, es umzusetzen und für alle, denen immer wieder gesagt wurde, Software brauche Zeit, und die diese Antwort irgendwann akzeptierten, weil es keine Alternative gab.
Bala Sathyanarayanan
CHRO, Greif
Wie können Unternehmen sichergehen, dass KI die Frontline-Mitarbeitenden tatsächlich unterstützt? Das und mehr wurde bei der Flip Forward 2026 diskutiert.
Erreichen Sie Ihre operativen Teams 80 % schneller und zuverlässiger.
Die mobile App von Flip vereint Messaging, Chat, HR-Tools und Ihre Wissensdatenbank in einer einzigen sicheren Anwendung. Es sind keine zusätzlichen Tools oder Lizenzen erforderlich.
Was die Kund:innenberichte bestätigten
Die Produktankündigungen standen nicht für sich allein. Sie wurden durch etwas Wertvolleres geerdet: Kundenberichte von Organisationen, die diesen Weg bereits teilweise gegangen sind.
Vertreter:innen von HELLA, toom Baumarkt und CSL schilderten jeweils konkret, wie digitale Transformation für eine Frontline-Belegschaft aussieht. Und dann gab es den Forschungsrahmen von Prof. Dr. Katharina Hölzle vom Fraunhofer IAO, deren Session über die menschliche Seite von KI am Arbeitsplatz dem Tag ein notwendiges Gegengewicht gab.
Hölzle sprach darüber, warum die KI-Revolution sich von anderen technischen Revolutionen unterscheidet: „KI ist schneller, schneller, und die Art und Weise, wie wir die Maschine nutzen oder die Maschine uns nutzt, ist anders." Die Unterscheidung ist bedeutsamer, als sie zunächst erscheint. Für den Großteil der Industriegeschichte verwalteten Menschen Maschinen: Wir gaben die Befehle, die Maschine führte sie aus. Dieses Verhältnis hat sich grundlegend verschoben.
Prof. Dr. Katharina Hölzle
Direktorin IAT Universität Stuttgart und Geschäftsführende Direktorin Fraunhofer IAO
Das ist eine Frage mit realer Dringlichkeit. KI ist keine abgegrenzte Technologie, die in einem einzigen Workflow sitzt. Sie ist zu einer Querschnittstechnologie geworden, die in Kommunikationsplattformen, HR-Systemen, operativen Prozesse sowie Entscheidungsschleifen gleichzeitig eingebettet ist. Ihre Einführung verläuft nicht graduell; sie ist strukturell. Was Hölzles Forschung deutlich macht: Die Transformation, die sich gerade vollzieht, ist keine, die Organisationen aus sicherer Distanz beobachten können. Die Maschine ist bereits mitten in der Arbeit.
Die Kombination aus Forschung, Kundenevidenz und Produktdemonstration war das, was Forward 2026 von einem reinen Produktlaunch-Event unterschied. Die Spannung zwischen Beschleunigung und Handlungsfähigkeit sowie zwischen Capability und Kontrolle, zog sich wie ein roter Faden durch alles, was bei Flip Forward besprochen wurde.
Die Flip Awards 2026
Die Flip Awards sind in ihrem zweiten Jahr zu einem aussagekräftigen Signal dafür geworden, wie exzellente Frontline-Transformation in der Praxis aussieht.
Gewinner: Sonderpreis Baumarkt holte den Award für den besten Einsatz von Flip Intelligence. Ihr KI-Assistent SMILE erreichte die höchste KI-Nutzungsrate aller Flip-Kundschaft. Der Applaus war spontan.
Honourable Mention: TEDi fiel durch den Einsatz von Flip Intelligence auf, um ihre globalen Operations-Cascades vollständig zu automatisieren – Bezirksleitende sparten dadurch 45 Minuten pro Woche, und die Prozessabschlussrate lag bei 100 %.
Honourable Mention: TK Elevator wurde für den Aufbau von Suzi ausgezeichnet, einem KI-gestützten HR-Assistenten, der Frontline-Mitarbeitenden bis zu 45 Minuten pro Woche spart. Die Jury überzeugte insbesondere, wie das Produkt KI-Fähigkeit mit echter menschlicher Verbindung verknüpfte.
Was Forward 2026 für den Markt signalisiert
Tritt man einen Schritt zurück von den einzelnen Ankündigungen, entsteht ein kohärentes Gesamtbild. Flip baut ein vollständiges Frontline Operating System: Identität als Fundament, Kommunikation und Workflows als tägliche Schnittstelle, KI als Intelligence-Layer und ein App-Builder, mit dem Organisationen skalieren und sich anpassen können – ohne von Entwicklungsressourcen abhängig zu sein.
Die 80 % der globalen Belegschaft, die ohne Schreibtisch arbeiten, sind keine Nische. Sie sind die Mehrheit. Und sie sind zugleich, wie die Session der REWE Group verdeutlichte, die Belegschaft, deren digitale Erfahrung am weitesten hinter der ihrer Kolleginnen und Kollegen am Schreibtisch zurückgeblieben ist. Nicht weil die Probleme schwerer wären, sondern weil die Tools nie für sie konzipiert wurden.
Das ändert sich. Und Forward 2026 war ein konkreter Marker dafür, wie viel sich in sehr kurzer Zeit verändert hat. Die Frontline ist nicht länger das Schlusslicht der digitalen Transformation – sie wird zu ihrem Ausgangspunkt. Was auf der Konferenz deutlich wurde: Die Frage ist nicht mehr ob KI die Frontline erreicht, sondern wie schnell Organisationen bereit sind, diesen Wandel mitzugestalten. Flip hat an diesem Tag keine fertige Antwort präsentiert. Es hat gezeigt, wie es die Frage stellt.
Luke Talbot
Senior Vice President Research & Development
Sehen Sie ein Recap der Forward 2026 hier:
Dr. Franzi Finkenstein
Dr. Franzi Finkenstein ist Teil des Content & Search-Teams bei Flip und schreibt über digitale Kommunikation, Mitarbeiterengagement und die Verbindung zwischen KI und Mensch. Mit einem Doktortitel in Geisteswissenschaften und umfangreicher redaktioneller Erfahrung konzentriert sie sich darauf, wie digitale Technologien die Zukunft der Arbeit verändern, und untersucht, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern in modernen Arbeitsumgebungen verbessert werden können.
Dr. Nirmalarajah Asokan
Dr. Nirmalarajah Asokan ist Senior Content Marketing Manager bei Flip und schreibt zu Themen wie HR-Digitalisierung, Mitarbeiter-Apps, interne Kommunikation und KI-Transformation. Mit akademischem Hintergrund und jahrelanger Erfahrung im Content Marketing sowie SEO spezialisiert er sich auf praxisnahe und datengetriebene Inhalte rund um Employee Experience, Change Management und digitale Kollaboration für moderne Unternehmen.
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