Zum Hauptinhalt springen

Lädt...

Seien Sie Teil der Forward 2026 – der führenden Konferenz für moderne Employee Experience.

Jetzt Ticket sichern!
01/27/2026 Change Management 4 Min. Lesezeit

Der Fachkräftemangel im Einzelhandel – und wie Unternehmen 2026 handeln müssen

Fachkräftemangel im Einzelhandel: Über 40.000 Verkaufsstellen bleiben bis 2028 unbesetzt, während die Babyboomer-Generation in Rente geht. Wer jetzt nicht handelt, verliert nicht nur Personal, sondern auch wertvolles Wissen. Wie Sie mit gezielten Strategien gegensteuern und mit einer Mitarbeiter-App als Archiv und mobiles Portal zum gesamten Wissen der Mitarbeitenden Ihr Unternehmen zukunftsfähig aufstellen, erfahren Sie hier.

Marian Finkbeiner
Smiling woman in apron stands confidently in grocery aisle, representing frontline employee empowerment.

Key Takeaways

  1. Der Einzelhandel verliert massiv an Fachkräften: Bis 2028 werden über 40.000 Verkaufsstellen unbesetzt bleiben, während fast 20 Millionen Babyboomer in Rente gehen. Für Einzelhandelsunternehmen ist das mehr als ein HR-Problem. Es gefährdet direkt die Produktivität, den Kundenservice und die Wettbewerbsfähigkeit. Die hohe Fluktuation von 23,5% pro Jahr verstärkt diesen Trend zusätzlich. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen wird der Fachkräftemangel im Einzelhandel zur existenziellen Herausforderung.

  2. Nicht dokumentiertes Wissen, wie Produktkenntnisse, Kundenbeziehungen oder optimale Prozessabläufe, ist in den Köpfen erfahrener Mitarbeitender gespeichert. Mit dem Ausscheiden dieser Kolleg:innen verschwindet dieses Know-how unwiederbringlich. Kombiniert mit der hohen Fluktuation bedeutet das: Schwarmwissen ist innerhalb von vier Jahren komplett verloren. Dieser Wissensverlust führt zu längeren Einarbeitungszeiten, schwächerem Kundenservice und sinkender Produktivität – ein direkter Multiplikator-Effekt des Fachkräftemangels im Einzelhandel.

  3. Um dem Fachkräftemangel im Einzelhandel zu begegnen, müssen Unternehmen Wissen systematisch dokumentieren und zugänglich machen. Eine Mitarbeiter-App als zentrale Plattform ermöglicht den unternehmensweiten Austausch von Schwarmwissen, verbindet Wissensdatenbanken mit modernem Onboarding und nutzt KI-Assistenten für schnelle Antworten. So wird Wissen unabhängig von einzelnen Personen verfügbar – neue Mitarbeitende werden schneller produktiv, Prozesse werden standardisiert, und der negative Effekt des Fachkräftemangels im Einzelhandel wird deutlich abgefedert.

Fachkräftemangel im Einzelhandel: Die Zahlen für 2026 sind alarmierend

Der Fachkräftemangel im Einzelhandel ist keine Zukunftsvision. Er ist bereits Realität. Mehr als 90% der befragten Händler in der EHI-Studie „People in Retail" geben an, dass Fachkräftemangel ihre größte Herausforderung ist. Aktuell können in Deutschland rund 122.000 offene Stellen nicht besetzt werden – Tendenz steigend.

Besonders dramatisch: Bis 2028 werden voraussichtlich über 40.000 Verkaufsstellen im Einzelhandel unbesetzt bleiben, obwohl die Gesamtbeschäftigung in diesem Bereich sogar zurückgeht. Der Grund? Der demografische Wandel trifft den Einzelhandel mit voller Wucht: Fast 20 Millionen Babyboomer gehen bis 2036 in Rente, während nur 12,5 Millionen jüngere Beschäftigte nachrücken.

Die Folge: Fachkräftemangel im Einzelhandel wird zum zentralen Geschäftsrisiko – mit weitreichenden Konsequenzen für Unternehmen, Mitarbeitende und Kunden.

So erreichen Sie Ihre operativen Teams zu 80 % schneller und zuverlässiger

Die mobile App von Flip vereint Nachrichten, Chat, HR-Tools und Ihr Wissensarchiv in einer sicheren Anwendung. Keine zusätzlichen Tools oder Lizenzen erforderlich.

Wissensverlust durch Fachkräftemangel: Das unterschätzte Risiko

Der Fachkräftemangel im Einzelhandel hat eine unterschätzte Dimension: den Verlust von implizitem Wissen. Ältere Mitarbeitende verfügen über jahrelang aufgebautes Know-how zu Produkten, Kunden, Prozessen und internen Abläufen. Dieses Wissen ist meist nicht dokumentiert und geht mit dem Ausscheiden der Kolleg:innen verloren.

Kombiniert mit der hohen Fluktuation von 23,5% pro Jahr im Einzelhandel bedeutet das: Statistisch gesehen ist nicht-dokumentiertes Wissen innerhalb von vier Jahren vollständig verloren.

Die Risiken für Händler

  • Geringere Produktivität: Neue Mitarbeitende brauchen länger, um das Leistungsniveau erfahrener Kolleg:innen zu erreichen.

  • Längere Einarbeitungszeiten: Ohne erfahrene Wissenstrainer:innen wird Onboarding aufwendiger und kostenintensiver.

  • Schwächerer Kundenservice: Unerfahrene Mitarbeitende können Kunden nicht optimal beraten. Das ist ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Online-Händlern.

  • Verunsicherung im Team: Hohe Fluktuation und fehlende Wissenstrainer:innen beeinträchtigen die Arbeitsmoral.

  • Steigende Kosten: Geschäftsabläufe werden komplexer, was mehr Schulungen und Support erfordert.

Wie Unternehmen dem Fachkräftemangel im Einzelhandel begegnen können

Es gibt bewährte Strategien, um dem Fachkräftemangel im Einzelhandel aktiv zu begegnen und Wissen systematisch zu sichern. Die vier wichtigsten Ansätze:

1. Mitarbeiter-Apps: Schwarmwissen zugänglich machen

Gerade im Einzelhandel sind es die Mitarbeitenden auf der Fläche, die über spezifisches Produkt-, Prozess- und Kundenwissen verfügen. Welche Alternative empfehle ich einem Kunden, wenn ein Produkt nicht vorrätig ist? Welche Platzierung funktioniert am besten? Welcher Inventur-Ablauf ist am effizientesten?

Das Problem: Dieses Wissen bleibt oft in den Köpfen einzelner – und geht verloren, wenn sie das Unternehmen verlassen.

Die Lösung: Eine Mitarbeiter-App als zentrale Kommunikationsplattform ermöglicht den Austausch von Wissen über alle Filialen hinweg – sicher, einfach und datenschutzkonform.

Beispiel aus der Praxis: Die Dirk Rossmann GmbH nutzt eine interne Kommunikationsplattform, auf der alle Mitarbeitenden relevante Informationen und Updates teilen können. So wird Schwarmwissen zum Unternehmenswissen – und der Fachkräftemangel im Einzelhandel wird durch bessere Wissensverteilung abgefedert.

Auch die folgende Geschichte von EDEKA Elskamp in Bocholt zeigt, wie wichtig ein schneller und direkter Austausch zwischen Filialen ist:

EDEKA nutzt Flip Mitarbeiterplattform: Mitarbeitende posten im Mitarbeiter App, Diebe gefasst!

2. Wissensdatenbanken: Zentrales Know-how für alle

Jedes Einzelhandelsunternehmen verfügt über dokumentiertes Wissen – das Problem: Mitarbeitende wissen oft nicht, wo sie es finden oder dass es überhaupt existiert.

Eine zentrale Wissensdatenbank löst dieses Problem und bietet entscheidende Vorteile:

  • Schneller Zugriff auf Prozesse, Produktinfos und Best Practices

  • Reduzierte Einarbeitungszeit für neue Mitarbeitende

  • Weniger Abhängigkeit von einzelnen Wissensträ:innen

Erfolgsfaktoren für Wissensdatenbanken:

  • Akzeptanz: Mitarbeitende müssen die Plattform aktiv nutzen – idealerweise ist sie mit der Mitarbeiter-App verknüpft.

  • Datenqualität: Informationen müssen aktuell, relevant und leicht auffindbar sein.

Integration: Die Plattform sollte nahtlos in bestehende IT-Systeme integriert werden.

Tabelle zu Vorteilen zentraler Wissensspeicherung: Produktivität, Wissensaustausch, Onboarding.
Wissensdatenbank, Mitarbeiterplattform, HR-Portal, Mitarbeiter App, Neue Übersicht über Mitarbeitervorteile.

Die Wissensdatenbank von Flip zur einfachen Erfassung und Verwaltung unternehmenseigener Informationen

3. Modernes Onboarding: Wissen von Anfang an vermitteln

Ein Großteil des Wissenstransfers findet während der Einarbeitungsphase statt. Doch gerade hier zeigen sich im Einzelhandel massive Schwächen:

  • Veraltete Methoden wie Handbücher und „Onboarding-Mappen"

  • Hohe „No-Show"-Raten und Fluktuation in den ersten sechs Monaten

  • Qualitätsschwankungen zwischen Filialen und Manager:innen

  • Mangelnde Transparenz über Onboarding-Erfolg

Die Lösung: Digitale Onboarding-Tools ermöglichen:

  • Preboarding – Mitarbeitende werden schon vor dem ersten Arbeitstag begleitet

  • Onboarding-Journeys mit allen relevanten Informationen, Trainings und Unternehmensinhalten

  • Interaktive Begleitung durch strukturierte Prozesse

  • Messbarkeit des Onboarding-Erfolgs

So wird Onboarding standardisiert, effizient – und unabhängig von einzelnen Führungskräften.

4. Künstliche Intelligenz: Wissen in Sekundenschnelle verfügbar

KI-Assistenten können dem Fachkräftemangel im Einzelhandel aktiv entgegenwirken, indem sie Mitarbeitenden sofortige Antworten auf Alltagsfragen liefern:

  • „Was muss ich tun, wenn mein Kassenabschluss nicht stimmt?"

  • „Wie baue ich die Osteraktion optimal auf?"

  • „Ab wann haben wir Lebkuchen im Sortiment?"

Vorteile für Unternehmen:

  • Höhere Effektivität der Mitarbeitenden

  • Mehr Zufriedenheit im Team

  • Besseres Einkaufserlebnis für Kunden

Entscheidend: Der KI-Assistent muss in ein holistisches System eingebettet sein – verknüpft mit Wissensdatenbank, Mitarbeiter-App und Unternehmensdaten. Nur so liefert er relevante, präzise Antworten.

So erreichen Sie Ihre operativen Teams zu 80 % schneller und zuverlässiger

Die mobile App von Flip vereint Nachrichten, Chat, HR-Tools und Ihr Wissensarchiv in einer sicheren Anwendung. Keine zusätzlichen Tools oder Lizenzen erforderlich.

Wo fangen Sie jetzt an?

Um den Fachkräftemangel im Einzelhandel aktiv anzugehen, sollten Sie zunächst Ihren Status quo analysieren. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wissenstransfer: Wie wird Wissen aktuell dokumentiert und weitergegeben?

  • Kommunikation: Wie tauschen sich Mitarbeitende und Filialen untereinander aus?

  • Onboarding: Wie standardisiert ist Ihr Einarbeitungsprozess?

  • Technologie: Welche digitalen Tools nutzen Ihre Mitarbeitenden bereits?

  • Fluktuation: Wie hoch ist Ihre Fluktuationsrate – und wo geht Wissen verloren?

Mit dieser Basis können Sie eine Wissensmanagement-Lösung einführen, die auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist – und dem Fachkräftemangel im Einzelhandel mit konkreten Maßnahmen begegnet.

Fazit: Wissensmanagement als Antwort auf den Fachkräftemangel im Einzelhandel

Der Fachkräftemangel im Einzelhandel ist keine kurzfristige Herausforderung – er wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Unternehmen, die jetzt in Wissensmanagement investieren, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile:

  • Weniger Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitenden

  • Schnellere Einarbeitung neuer Kolleg:innen

  • Höhere Produktivität und Kundenzufriedenheit

  • Bessere Mitarbeiterbindung durch moderne Arbeitsumgebungen

Eine Mitarbeiter-App ist dabei das zentrale Werkzeug: Sie verbindet Schwarmwissen, Wissensdatenbank, Onboarding und KI-Assistenz in einer Plattform – und macht Wissen für alle zugänglich.


Quellen: Studie zum Fachkräftemangel von Wirtschaftskraft, Studie zum Personalmangel 2025 von Lebensmittelpraxis, die EHI-Studie People in Retail und die aktuelle Sicht auf die Beschäftigungsstruktur im Einzelhandel vom Handelsverband Deutschland.

Marian Finkbeiner

Marian ist Chief of Staff bei Flip, wo er strategische Initiativen und die Organisationsentwicklung vorantreibt, um die Wirkung von Flip als führende KI-Plattform für die Mitarbeitererfahrung von operativen Mitarbeitern zu steigern. In dieser Funktion arbeitet er eng mit dem Führungsteam zusammen, um strategische Prioritäten in operative Maßnahmen umzusetzen und die funktionsübergreifende Abstimmung zwischen Produkt-, Markteinführungs- und Unternehmensfunktionen zu unterstützen.

Bevor er zu Flip kam, arbeitete Marian in der Deals-Praxis von PwC, wo er Kunden zu M&A-Strategien, Venture-Investitionen und Finanzmodellierung beriet. Seine Karriere begann er im Bereich Unternehmensstrategie und M&A bei Kärcher. Außerdem hält er Vorlesungen zum Thema Unternehmensstrategie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Marian hat einen Master-Abschluss in Management von der WHU – Otto Beisheim School of Management und einen Bachelor-Abschluss in Informatik und Wirtschaft von der DHBW.

Weitere Artikel von Marian Finkbeiner

Beitrag teilen